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Brücken in London » Kingston Bridge

Kingston Bridge

Kingston Bridge ist eine Straßenbrücke über die Themse bei Kingston upon Thames im Südwesten der City Of London. Über die Brücke verläuft die A308, sie verbindet Kingston mit Hampton court Park, Bushy Park und Hampton Wick.

Geschichte

Eine Brücke in diesem Bereich gibt es mutmaßlich schon lange, bis zur Eröffnung der Putney Bridge 1729 war Kingston die einzige Querung der Themse zwischen London Bridge und Staines Bridge. Geschichtsforscher fanden Quellen, wonach eine Querung schon im Mittelalter zu Zeiten der Angelsachsen bestand, andere Quellen nennen den ersten Bau in der Zeit der 1190er. Die alte Brücke stand entfernt von der heutigen Kingston Bridge, mutmaßlich in der Nähe der heutigen Old Bridge Street.

Diese alte Brücke war nach Überlieferungen um 1318 sehr baufällig, wurde ersetzt und soll in großem Maß zum Wachstum Kingstons als Marktort beigetragen haben.

Die Lage und damals exponierte Position führte jedoch auch zu Beschädigungen in den unterschiedlichen Aufständen und Kriegen, sodass man die Brücke relativ oft instandsetzen musste. Nicht zuletzt deshalb wurden Nutzungsgebühren erhoben, um die Aufwendungen stemmen zu können. Um 1567 gab es eine großzügige Spende von Robert Hamond, der damit die zukünftige Aufhebung jeglicher Benutzungsgebühr für die Brücke verband. Das funktionierte lange Zeit, aber wie so oft in der Geschichte zeigte sich, dass solche Absprachen eben nicht die Jahre überdauern. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts ging den Stadtoberen einmal mehr das Geld aus und man erhob, entgegen der alten Absprachen mit Hamond, wieder eine Maut. Ob diese in den Erhalt der Brücke floss, ist jedoch fraglich. Immerhin war der Zustand der Brücke trotz der Mauteinnahmen im Verlauf des frühen 19. Jahrhunderts so schlecht, dass man einen Neubau forderte. Dieser Neubau war insofern sinnvoll, da die alte Brücke mittlerweile zu klein für den zunehmenden Straßenvekehr war. Trotzdem fanden sich keine Mehrheiten für einen Bau, am Ende muss man auch sagen, dass einfach niemand bereit war, die Kosten zu übernehmen.

So ging diese Angelegenheit zur Klärung im Jahr 1813 vor Gericht. Bevor dieses einen endgültigen Beschluss fassen musste oder konnte, übernahm der sprichwörtliche Zahn der Zeit diese Bemühung - Anfang 1814 brachen Teile der Brücke 1814 zusammen, sodass das Gericht alleine aufgrund dieser Tatsache der Gemeinde Kingston auferlegte, die Brücke aus eigenen Mitteln wieder aufzubauen.

Neubau 1828

1825 war es soweit, dass die Kingston Corporation die City Of London Corporation über den Neubau einer Brücke in Kenntnis setzte. Dem folgte der notwendige Act Of Parliament. Man plante eine Brücke aus Gusseisen, schrieb einen Architekturwettbewerb aus und dessen Gewinner war John Burges Watson mit seinem Entwurf einer dreibögigen Brücke. Mittlerweile gab es jedoch Bedenken wegen der hohen Stahlpreise, sodass man letztlich eine Steinbrücke wollte. Deren Entwurf kam von Edward Lapidge. Baubeginn war im November 1825, Eröffnung war im Juli 1828.

Die neue Brücke war etwa 30 Meter flussaufwärts von der alten Brücke, gebaut wurde mit Portland-Stein. Diese Brücke wurde ab 12. März 1870 von Nutzungsgebühren befreit.

1906 nahm die London United Tramsways Tramlines auf der Brücke in Betrieb, die in der Folge allgemein als zu klein für den zunehmenden Verkehr betrachtet wurde. Daher nahm man zwischen 1912 und 1914 eine Erweiterung in Angriff, nach der die gesamte Fahrbahnbreite 17 Meter betrug.

1951 wurde die Brücke Grade II* gelistet.

In den 2000ern wurde erneut erweitert - um zwei Fahrradwege, breitere Gehwege und eine Busspur zu installieren. Nach dem Umbau verfügte die Brücke über eine Fahrbahnbreite von nun 24 Metern.

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