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Inhalt von A - Z » Anreiseinfos London

Infos zur Anreise nach London

Auto | Bahn | Bus | Fähre | Flugzeug | Benötigte Papiere |

 


 

London ist nicht direkt über den Landweg zu erreichen. Das war früher schon so, es ist heute eigentlich immer noch so. Man könnte als eine gewisse Ausnahme den Eurotunnel nennen, der unter dem Ärmelkanal Frankreich mit England verbindet. In der Summe ist ein Trip nach London wesentlich erschwinglicher geworden. Das dürfte in erster Linie an den so genannten Low-Cost Carriers liegen, welche zu äußerst günstigen Preisen die Flughäfen rund um London verstärkt anfliegen. Das hat sich auch auf andere Verkehrsmittel ausgewirkt, Konkurrenz belebt eben das Geschäft. Wie man nach London kommt, hängt somit in erster Linie von den persönlichen Vorlieben ab.

Einreise

Was sich nach dem Brexit ändert

Der Brexit wurde zum 01. Januar 2021 vollzogen. Für die Einreise ändert sich zunächst einmal nichts. Beachten sollte man in jedem Fall, dass die mitgeführten Ausweisdokumente mindestens bis Reiseende gültig sind und diese zuvor nicht irgendwann als gestohlen gemeldet wurden. Zudem kündigte die britische Regierung an, dass man ab 01. Oktober 2021 den Personalweis von EU-Bürgern nicht mehr anerkennt.

Bezüglich der Grenzkontrollen ändert sich grundsätzlich nichts, da Großbritannien nie Teil des Schengen-Raumes war und sich EU-Bürger damit auch bislang grundsätzlich Kontrollen unterziehen mussten.

Als Folge des Brexit sollte man die Einreise in jedem Fall mit einem gültigen Reisepass planen (wie erwähnt wird der Perso nur noch bis Oktober 2021 anerkannt). Je nach politischer Lage muss man bei Einreise mit längeren Wartezeiten rechnen. Wer mit dem Auto nach England kommt, benötigt den nationalen Führerschein (was auch in Zukunft so bleiben soll, darüber wird noch verhandelt). Die grüne Versichertenkarte ist ab Januar 2021 notwendig.

Grundsätzlich wird der Abschluss einer privaten Auslandsreise-Krankenversicherung empfohlen, ab 2021 dürfte sie für Reisen nach Großbritannien in jedem Fall dringend empfehlenswert sein.

Ausreise

Man muss hier immer wieder mit Kontrollen rechnen. Wer aus einem EU-Land kommt, darf theoretisch soviel mitbringen oder ausführen wie er will - solange es für den Eigenverbrauch bestimmt ist. Das beschränkt die Menge natürlich wieder. Außerdem gilt natürlich: nicht alles ist erlaubt, u. a. Waffen, Drogen, gefälschte Waren und vergleichbares. Beschränkungen gibt es natürlich bei Tieren, Pflanzen, bestimmten Nahrungsmitteln und z. B. Gasflaschen.

Gem. zoll.de ändert sich nach dem Brexit erst einmal nichts. Das liest sich so: Das Austrittsabkommen sieht eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2020 vor, in der es aus zollrechtlicher Sicht zu keinen Änderungen kommt. Nach dem Austritt erfolgen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen.

Das heißt im Klartext, dass bis Ende 2020 der freie Warenverkehr gelten sollte. In dem gibt es aber dennoch Höchstmengenregelungen. So darf man max. 800 Zigaretten/ 400 Zigarillos/200 Zigarren oder 1000gr. Tabak mitnehmen. Für Spirituosen über 22% Alkohol gelten 10 Liter, für weniger prozentiges 20 Liter. Für Bier sind es 110 ltr., für Wein 90ltr (davon 60 ltr. Schaumweine).

Anreise per Auto bzw. per Fähre

Die Anreise mit dem Auto bzw. der Fähre ist nach wie vor sehr beliebt, es ist im Prinzip die traditionelle Reiseform von/nach Großbritannien. Wer mit dem Auto nach London will, muss den Seeweg per Fähre nehmen oder unter dem Ärmelkanal per Autozug durch den Eurotunnel kommen. Nach England führen traditionell viele Fährlinien. Eine der schnellsten ist nach wie vor die von Calais nach Dover.

Ähnlich schnell und günstig ist die Route Dunquerque (Dünkirchen) - Dover. Außerdem gibt es Verbindungen von Caen nach Portsmouth und die großen Fährlinien nach Nordengland, die traditionell gerne von Schottland-Reisenden genutzt werden (z. B. Rotterdam nach Hull, Harwich oder Newcastle oder Ijmuiden nach Newcastle).

Weiterhin kommt man von Zeebrugge in Belgien nach Hull oder Dover. Unbekannter sind die Strecken von Cherbourg nach Poole oder Portsmouth bzw. von Le Havre nach Portsmouth.

Via Eurotunnel können Autos, Busse und Güter durch den Ärmelkanaltunnel von Coquelles (Calais) nach Folkestone gelangen. Folkestone ist an das Autobahnnetz angebunden. Die Fahrt durch den Tunnel dauert ungefähr 35 Minuten. Die Preise für Hin- und Rückfahrt beginnen bei 100£ pro PKW. Nicht vergessen: in England herrscht Linksverkehr. An unseren Linkslenkern sollte man fairerweise die Scheinwerfer abkleben (wegen Blendgefahr!).

Anreise per Flugzeug

Die Anreise mit dem Flugzeug dürfte heute die beliebteste sein. Der Grund liegt auf der Hand: es geht sehr schnell und es ist (wenn man Billigflieger nimmt) sehr günstig. Ein Nachteil kann bei Billigfluglinien sein, dass man etwas außerhalb von London ankommt. Die Fahrt in die City dauert dann noch mal und kostet zusätzlich. Interessant dürfte hier die Situation von Stansted für viele Reisende sein: der Transfer geht mittlerweile ganz gut über den Stansted Express. Der führt zur Bahnstation Liverpool Street in der City. Die Fahrt dauert knapp 45 Minuten. Wesentlich schneller geht es vom Flughafen Heathrow aus. Der Heathrow Express erreicht den Bahnhof Paddington in knapp 15 Minuten.

Im Großen und Ganzen soll nach dem Brexit das bisher bestehende System beibehalten werden, Großbritannien möchte sich gem. Zusicherung der Regierung auch zukünftig am EU-Fluggastrecht orientieren. Damit würde die Rechtslage grundsätzlich unverändert bleiben.

» mehr Infos zu Flughäfen in London

Anreise per Bahn

London ist so etwas wie der zentrale Knotenpunkt des britischen Bahnnetzes. Im engeren Stadtkreis gibt es neun recht große Bahnhöfe (Waterloo, Paddington, Charing Cross, Victoria, London Bridge, Fenchurch Street, Liverpool Street, Kings Cross/St. Pancras, Euston), welche Verbindungen in den gesamten Kingdom und Richtung europäisches Festland anbieten. Die Bahnverbindungen von/nach Europa sind ganz gut. Seit Einführung des Eurostar geht alles etwas schneller. Der kam zunächst in Waterloo an, ab November 2007 wird er in St. Pancras ankommen. Dann soll die Fahrt von Europa (Paris Gare Du Nord oder auch Brüssel) noch mal 25 Minuten kürzer sein. Die Fahrt von Paris dürfte so gerade mal knapp über 2,5 Stunden dauern, ab Brüssel liegt die Fahrzeit angeblich knapp über zwei Stunden. Das ist nicht schlecht. Preislich ist eine Bahnfahrt selten der große Renner. Aber man kann davon ausgehen, dass Eurostar mit Linienflügen mithalten kann. Ab Paris bis London gibt es günstige One-Way Tickets um 50 Euro. Zudem ist eine Bahnfahrt ganz entspannend. Was man auch nicht vergessen darf: die meisten Flugreisenden kommen letztlich meistens per Bahn in London an, weil die Flughafen der Low-Cost Carrier recht weit vom Zentrum entfernt sind. Ansonsten gibt es, wie eingangs erwähnt, gute Verbindungen in alle Richtungen (Bristol ca. 105 Minuten, Cardiff ca. 2 Stunden, Birmingham ca. 1,5 Stunden, Manchester ca. 2 3/4 Stunden, York ca. 2 Stunden, Newcastle ca. 3 Stunden, Edinburgh ca. 4,5 Stunden, Glasgow ca. 6 Stunden).

Alle Eurostar-Waggons sind übrigens nach Angaben der Betreiber grundsätzlich für Rollstühle zugänglich. Man muss aber einen Rollstuhlplatz vorab telefonisch buchen, da es pro Zug nur zwei davon gibt.

» weitere Infos zu Bahnhöfen in London

Anreise per Bus

Die Anreise per Bus ist wahrscheinlich nicht einmal das schlechteste Mittel der Wahl. Die Fahrkosten sind relativ gering. Wenn da nur nicht die lange Fahrt wäre. Ich glaube, von Deutschland schafft man es mit den bekannten internationalen Unternehmen kaum unter 12 Stunden. Das ist, vor allem im Bus, ziemlich lang. Die Busse kommen meistens am Busbahnhof nahe der Victoria Station an.

Welche Papiere man braucht

EU-Bürger brauchen nur einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Reisende aus der Schweiz benötigen, soweit ich weiß, zusätzlich die Pink Visitor's Card, die normalerweise bei der Einreise ausgestellt wird. Wer mit dem eigenen Auto kommt bzw. ein Auto fahren will: Führerschein nicht vergessen, für das eigene Auto eine grüne Versicherungskarte, Zulassungspapiere des Autos, Nationalitätenkennzeichen (sofern kein EU-Nummernschild vorhanden ist). Auch ganz wichtig: Krankenversichertenkarte mitnehmen.


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