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Unterwegs in London » Bahnhöfe in London » Stratford (London), Stratford International

Bahnhof Stratford (London) und Stratford International

Stratford (London)

Stratford (London), auch Stratford Regional oder einfach Stratford ist ein Durchgangsbahnhof, der auf mehreren Ebenen angeordnet im London Borough Of Newham ist. Der Bahnhof bedient den District Stratford, er ist aber grundsätzlich ein wichtiger Bahnhof für den Norden/Nordosten Londons. Stratford ist sogar der größte Londoner Bahnhof außerhalb des Stadtzentrums, er gehört zugleich zur Top 5 der verkehrsreichsten Bahnhöfe in England. Der angeschlossene U-Bahnhof ist die verkehrsreichste Tubestation außerhalb Travelcard Zone 1.

Geschichte

Der Bahnhof wurde 1839 von der Eastern Counties Railway (ECR) eröffnet, der erste Bahnhof war an der Angel Lane. 1840 baute die Northern And Eastern Railway eine Sektion von Broxbourne nach Stratford um hier den Zusammenschlauss mit der ECR zu bekommen. Alte Teile des Bahnhofs und Instandhaltungsanlagen bildeten später ein Shopping Centre und teilweise die Anlage der Stratford International Station belegt.

Anfang der 1840ern beschloss die ECR eine Änderung des Schienensystems auf die damalige Standardbreite von 4ft8+1/2in (1,435mm), auch die Northern And Eastern musste hier nachziehen. 1847 erfolgte der Bau eines neuen Bahnhofs an der Angel Road.

1854 schloss die London Tilbury And Southend Railway ihr Netz etwas nördlich bei der Forest Gate Junction an das ECR Netz an, damit wurde auch ein Bau einer dritten Linie von Stratford zur Bow Junction realisiert. Die Anbindung in Stratford war bald so stark frequentiert, dass es immer wieder Verzögerungen gab. Daher wurde der Antrag gestellt, eine Strecke von Barking nach Gas Factory Junction (Bow) zu bauen. Dem Antrag wurde schnell stattgegeben und die Strecke wurde 1858 als Entlastung eröffnet, da man nun die London Tilbury Züge nicht über Stratford selbst leiten musste.

Nachdem in den 1860ern viele Bahnbetriebe in East Anglia in finanzielle Schwierigkeiten kamen, übernahm die ECR einige in einer Art Pachtform. Der Wunsch nach einer Verschmelzung aller Betriebe in der ECR wurde von der Regierung nicht gebilligt, bis man 1862 dem neuen Konstrukt der Great Eastern Railway (GER) zustimmte. Stratford wurde im selben Jahr zu einem GER Bahnhof.

Die Phase der Great Eastern Railway bis 1923

Zunächst tat sich unter der GER nicht besonders viel, da auch diese Gesellschaft offensichtlich finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet war. Erst ab 1877 verbesserte sich das und man ging an weitere Umbaumaßnahmen und Erweiterungen. Es gab bald eine vierte Verbindung zwischen Bow Junction und Stratford, danach verlegte man die Western Junction weiter Richtung Westen, baute neue Frachtlinien auf neue Signalanlagen an wichtigen Kreuzungsbereichen. Etwas später wurde auch im Bereich Bahnhof und dessen direkter Infrastruktur nachgebessert.

Die gesamten Umbaumaßnahmen halfen aber wenig, um dem immens gestiegenen Verkehrsaufkommen Herr zu werden, sodass in den 1890ern weitere Ausbaumaßnahmen notwendig wurden.

Von Bow Junction wurden weitere Gleise gelegt (die Verbindungen wurden Up and Down Local, Up and Down Through und Up and Down Fenchurch Street genannt), außerdem erneuerte man die meisten Signalanlagen an den großen Junctions und baute Carpenters Road Curve.

1896 wurde der Low-Level Bahnhof noch etwas tiefergelegt, damit die Dampflokomotiven ohne den bisherigen Aufwand fahren konnten (Kamin abklappen wegen der geringen Durchfahrtshöhe…). 1900 öffnete ein neuer Bahnsteig an der Up Through Line und 1903 wurde die Fairlop Loop eröffnet (ein Ringverkehr Liverpool Street/Fenchurch Street Stratford).

1923 wurde die GER Teil der London & North Eastern Railway (LNER)

Die Zeit bis 1996

Ab den 1930ern erfolgte die sukzessive Elektrifizierung der Bahnlinien, 1936 wurden neue Umsteigebahnsteige der Central Line eröffnet und nach dem zweiten Weltkrieg wurde 1946 die von Liverpool Street erweiterte Underground Central Line realisiert, später ging es weiter bis Leyton, Epping, Ongar und Hainault. Mit der Nationalisierung endete die Phase der LNEr, die Bahnhöfe gingen an die British Railways, Stratford genauer an die British Railways Eastern Region.

Der Bahnhof Stratford wurden nach Plänen von Thomas Bennett neu gebaut und 1948 eröffnet. 1949 war auch die Elektrifizierung nahezu komplett abgeschlossen.

1987 öffnete die Docklands Light Railway (DRL), sie nutzte einige alte und nicht mehr genutzte Gleise.

Seit 1996

1996 erfolgte die Privatisierung der Bahnen. In Stratford baute man die Low Level Station für die Erweiterungen der Jubilee Lines um. 1990 fuhr die Jubilee bis North Greenwich, etwas später bis Green Park und Stanmore.

Stratford sah erhebliche Investionen für die Olympischen Spiele von 2012, die Kapazitat des Bahnhofs wurde immerhin verdreifacht. Die Arbeiten dauerten von 2005 bis 2011. Es gab u. a. neue DLR Bahnsteige, Barrierefreier Umbau der gesamten Anlage, Erweiterung praktisch aller Bahnsteige, ein neuer Zugang auf einer Zwischenebene, neue Bahnsteige für die London Overground, neue Central Line Bahnsteige Richtung Westen, neue Ticket Hall im Norden gegenüber der Busstation, Verlängerung der DLR bis Stratford International (auf der alten North London Line).

Ab 2022 fuhrt die Elizabeth Line im Rahmen des Crossrail Projekts und bot so direkte Verbindungen u. a. nach Heathrow und Reading über Paddington.

Verbindungen von/nach Stratford

Greater Anglia

c2c (nur an Wochenenden

Elizabeth Line

London Underground Central Line

London Underground Jubilee Line

London Overground Mildmay Line

Docklands Light Railway

Busbahnhof

Südlich des Bahnhofs ist die Stratford Bus Station, nördlich die Straford City Bus Station.

Stratford International

Stratford International ist der zweite große Bahnhof in Stratford, London. Zum National Rail Bahnhof gehört mehr oder weniger die Docklands Ligh Railway Station in East Village, sie ist auf der Straße gegenüber von Stratford International

Stratford International war eigentlich eine Fehlplanung, der Bahnhof sollte ein Eurostar Halt werden. Daraus wurde aber nie etwas. Dafür nutzte den Bahnhof später Southeastern für Züge auf der High Speed 1 (HS1) Route nach St Pancras ebenda wurde auch der Halt für Eurostar realisiert.

Die DLR Route ist Endhaltepunkt für den Regionalvekrehr via Canning Town und London City Airport.

Der Bau des Bahnhofs war 2006 fertig, die Eröffnung erfolgte aber erst 2009. 2011 wurde die Erweiterung der DLR geöffnet.

Background

Stratford International wurde wie erwähnt nie zum internationalen Bahnhof, er befindet sich vor allem an der High Speed 1 Linie zwischen London St Pancras International und Ebbsfleet International. Der Bahnhof befindet sich in einem Gebiet, welches mehr oder weniger als Bauland brachlag, bis man unweit den London Olympic Park für die Spiel 2012 baute. In diesem Zusammenhang war mutmaßlich auch die Planung, hier den Eurostar halten zu lassen. Daraus wurde aber wie erwähnt nichts.

Die vier Gleise fallen sozusagen ab und münden in Tunnels. Unweit des östlichen Portals führen die tunnel unterhalb der Tunnels der Central Line.

National Rail

Southeastern betreibt die Züge der HS1, typische Ziele sind:

Docklands Light Railway

Die Erweiterung der DLR war eigentlich nicht erwähnenswert, es ging lediglich um die Verlängerung von Stratford London bis Stratford International. Eröffnet wurde der Abschnitt 2011.

Typischerweise fahren stündlich sechs DLR Züge von und Nach Woolwich Arsenal via Canning Town.

Busanbindung

Der Bahnhof Stratford International wird über folgende Buslinien bedient: 97, 108, 308, 339 und N205.

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