In London Unterwegs » London Underground (Tube)
Das U-Bahn Netz in London gehört zu den dichtesten auf der Welt. Unter der Erde herum zu fahren, ist natürlich immer Geschmackssache. Aber es geht vergleichsweise schnell, Staus wird es wohl kaum geben. Einziges Problem können technische Defekte oder Verspätungen (Delays) sein. Leider kämpft die Underground gerade in den letzten Jahren immer wieder mit Problemen. Das hat eine gewisse Ähnlichkeit mit den Problemen von S- und U-Bahn in Berlin. Die U-Bahn in London heißt Underground, im Volksmund auch Tube. Das Emblem der Underground ist immer gut zu erkennen: ein rundes Schild mit roten Außenkreis (wie das deutsche Verbotsschild), in der Mitte ist ein horizontaler blauer Balken auf dem Underground steht.

U-Bahnen verkehren ab dem frühen Morgen (in der Regel ab ca. 05.30Uhr) bis in die späten Abendstunden (bis ca. 23.30Uhr). Die Linien sind relativ zuverlässig, manche sind sehr gut frequentiert. Dadurch kann es auch mal zu Verspätungen kommen. Allerdings wird in den meisten Underground-Stations darauf hingewiesen. Es gibt dort Anzeigetafeln, wo die Situation der Linien angezeigt wird (sprich: pünktlich, leichte Verspätungen, größere Verspätungen). Ich denke, dass die Underground nach den Bussen das meistbenutzte Verkehrsmittel in London ist. Es ist, nach meiner Ansicht, die beste Art, London zu erkunden. Problematisch ist das nur nachts, wo keine U-Bahnen fahren.
Das Londoner U-Bahn System dürfte das älteste der Welt sein. Es stammt wohl aus dem Jahr 1863. Heute nutzen täglich mehr als drei Millionen Menschen täglich die Tube. Das ist erstaunlich. Das Streckennetz umfasst immerhin knapp über 400 km. Im gesamten System gibt es knapp über 270 Haltestellen.
Eine erstklassige Hilfe ist der Plan der Underground. Jeder kennt ihn. Er wird gerne benutzt und kann im Prinzip sogar als eine Art Stadtplan genutzt werden. Praktisch alle Sehenswürdigkeiten können direkt per Underground erreicht werden. Oft liegen die Underground Stationen sogar so eng zusammen, dass man besser ein paar Schritte zu Fuß bis zur nächsten Station geht. Die Underground ist, wie man hört, nicht mehr ganz so günstig. Allerdings denke ich, dass es immer noch die billigste und beste Art ist, London zu erkunden. Wer sie öfter nutzen will, der sollte sich unbedingt eine spezielle Karte besorgen (Tageskarte, Oyster-Card, Travelpass oder ähnlich). Bei meinem letzten Besuch kostete eine Tageskarte (Day-Off Peak) für Zone 1 £6,60 (2011). Zone 1 umfasst zum Beispiel die Circle Line, mit der man praktisch alle Sehenswürdigkeiten in Londons Innenstadt erreichen kann.
Die Karten zieht man am Automaten. Bezahlen kann man am besten mit Bargeld. So wie es aussieht, ist mittlerweile die kleinste akzeptierte Münze oft das 10p Stück. Scheine werden nicht immer akzeptiert, manchmal nur 5 oder 10 Pfund-Noten. Auch Kreditkarten funktionieren nicht immer. Nach Bezahlung des Betrages erhält man die Karte. Zum Eintritt in die Stationen muss man die Karte an der Stirnseite der Eingangsautomaten schieben. Sie kommt dann oben wieder raus. Zieht man die Karte heraus, dann öffnet sich das Schwingtor. Beim Herausgehen muss man genauso vorgehen. In den Stationen muss man sich dann nach den Namen oder Farben der Linien orientieren. Eine gelbe Linie würde zum Beispiel zu Anschlüssen der Circle Line führen. Diese können dann noch mal nach der Richtung unterteilt sein (zum Beispiel East oder West). Man sieht das dann aber am Bahnsteig, denn hier ist normalerweise die Linie mit den Haltestellen irgendwo angezeigt. Da schaut man einfach, ob die gewünschte Haltestelle mit dabei ist. Wenn nicht, geht man zum anderen Bahnsteig (oft gegenüber).